Am 28. März war es wieder so weit: Die legendäre Zürichsee-Rundfahrt stand auf dem Programm – und mit ihr eine kleine, aber entschlossene Gruppe von Langstreckenruderern.
Start in der arktischen Komfortzone
Treffpunkt: 05:30 Uhr morgens. Temperatur: knackige 2 Grad. Stimmung: irgendwo zwischen heldenhaft und leicht hinterfragend.
Pünktlich um 06:00 Uhr ging es los – stilecht im 5er Gig-Boot. Das Ziel war klar: Rapperswil.
Belohnung in Sicht: Frühstück!
Nach einer frischen, aber landschaftlich beeindruckenden Fahrt wurde der Ruderclub Richterswil erreicht – und damit auch das erste grosse Highlight des Tages: Frühstück. Zopf, Kaffee und vermutlich die erste Gelegenheit, wieder zu spüren, dass man tatsächlich Hände besitzt.
Hier stiessen auch die Kollegen vom Seeclub Küsnacht dazu – rechtzeitig, um sich die besten Plätze am Frühstückstisch zu sichern. Gespräche, Lachen und die leise Erkenntnis: „Das frühe Aufstehen hat sich irgendwie doch gelohnt.“
Weiter geht’s
Gegen 09:00 Uhr ging es wieder aufs Wasser – diesmal durch den Seedamm-Kanal zum Untersee. Am Bootssteg in Rapperswil wartete bereits das nächste Highlight: ein buntes und vielfältiges Buffet, freundlicherweise organisiert und mitgebracht vom Seeclub Küsnacht. Punkt 11:00 Uhr wurde das Buffet eröffnet.
Gestärkt in die zweite Halbzeit
Kurz vor 12:00 Uhr ging es dann wieder auf den Rückweg. Mit neuem Elan, vollem Magen und etwas mehr Gesprächsstoff als noch am frühen Morgen.
Ein kurzer Zwischenstopp beim Ruderclub Stäfa bot nochmals Gelegenheit zum Durchatmen (und vielleicht zum diskreten Strecken der müden Arme und Beine), bevor die finale Etappe in Angriff genommen wurde.
Zieleinlauf mit Stil
Gegen viertel nach zwei – also etwas früher als ursprünglich erwartet – erreichten die Ruderer wieder ihren Heimathafen.
Fazit
Eine Zürichsee-Rundfahrt ist weit mehr als nur eine sportliche Leistung. Sie ist ein kleines Abenteuer, ein sozialer Anlass und ein eindrücklicher Beweis dafür, dass man auch bei zwei Grad und vor Sonnenaufgang erstaunlich gute Entscheidungen treffen kann – zumindest, wenn am Ende Zopf, Kaffee und ein Buffet warten.
Oder anders gesagt: Wer dabei war, weiss, warum er es wieder tun würde. Und wer nicht dabei war, hat definitiv etwas verpasst.
N.N.