Gedenkfahrt für die verstorbenen Mitglieder, 05.09.2018

Neunundzwanzig Mitglieder versammelten sich an diesem Mittwoch um 18.30h im RCE bei sommerlichen Temperaturen und praktisch wolkenlosem Himmel. Claudia brachte die Rosenblüten mit. Sämtliche Boote (ein Achter, drei Vierer, ein Dreier, zwei Zweier und ein Skiff) standen, innerhalb von ca. vierzig Minuten, für den Gedenkanlass auf dem See bereit. In einem Ruderboot Cordon ruderten bis zum Küsnachter Horn. Dort stellten wir Boot für Boot parallel in eine Reihe. Alle sammelten sich innerlich, hielten die Rosenblühten in der Hand und auf den Aufruf: «Hopp Beat, Hopp Mario, Hopp Willy, gute Reise» verabschiedeten wir sie, mit einem Rosenblüten Wurf. Danach ruderten wir bis zur Terlinden, wo wir während des Sonnenunterganges den Rückweg antraten. In der Zwischenzeit waren emsige Hände dran, die Tische auf unserer Wiese aufzustellen und die zierlichen Sträusse, welche Claudia kreierte, auf diesen als Dekorationen zu verteilen. In der angehenden Dämmerung landeten wir, ein Boot nach dem anderen. Wie am Schnürchen, halfen die einen den anderen beim Putzen und Versorgen, sodass innerhalb von dreissig Minuten die Mitglieder, entweder bei den Tischen Platz nahmen oder unserem Grill-Meister beim Grillieren der Würste, unterstützend mitwirkten. Ebenso, waren wir um den restlichen Kartoffelsalat aus der Chilbi sehr dankbar, den wir bei Kerzenlicht gut geniessen durften. Kurz nach dem Anstossen, nahm Olivier, der Breitensport Zuständige, das Wort und gab in einigen prägnanten Sätzen einen Nachruf über die Verstorbenen: Willy, Beat und Mario. Danach ging das Wort über, an Andreas, der ebenfalls über Beat und Mario einige spannende Anekdoten zu erzählen wusste. Peter G., der die Getränkerunde spendierte, erhob das Wort und wusste einiges Lobendes über Beat zu erzählen. Tony unser Präsident, der beruflich auswärts weilte, überliess uns eine wunderschön verfasste Dankeskarte für Beats Erben, welche alle am Schluss unterschrieben. Abschließend ist zu sagen, dass dieser Gedenkanlass in perfekter, romantischer Stimmung, bei Sonnenuntergang verlief. Fast gab es einem das Gefühl, es sei für einen Film inszeniert worden, so harmonisch lief es. Man spürte unseren Erlenbacher Ruderclub als homogene, großzügig denkende Familie. Begleitete uns die Energie der Verstorbenen, an die wir dachten?

Olivier von Moos

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Bericht zur Chilbi

Bericht zur Chilbi

Wie jedes Jahr hat der Ruderclub Erlenbach an der Erlenbacher Chilbi teilgenommen

Einweihung Grill

Einweihung Grill

Ein Bootshaus am See ohne einen professionellen Grill ist ein Unding.

Mario Gianesi ist von uns gegangen

Mario – der unermüdliche Ruderer

Zum Hinschied von Mario Gianesi am 15. Juni 2018

Mario war eines der Urgesteine im Ruderclub Erlenbach. Seit über 50 Jahren ruderndes Mitglied, 27 Jahre „mein“ Vizepräsident und verdientes Ehrenmitglied. Er stellte sich nie in den Vordergrund, war aber eine wichtige Stütze für den ganzen Vorstand. Als Gemeinderat bestens vertraut mit der Gemeinde und den Behörden, immer aber auch bedacht, dass seine Tätigkeit im Vorstand des Ruderclubs zu keinen Friktionen mit dem Amt als Gemeinderat führte. Also total transparent. Vertraut mit dem Wasser war er nicht nur auf dem Zürichsee. Verschiedene Törns führten ihn auch aufs Meer und zu vielen spannenden Erlebnissen, von denen er uns während oder nach dem Rudern hautnah erzählte. Aber auch bei Rudertouren war Mario gerne dabei. Einerseits als versierter Steuermann an der Linthkanalfahrt, wo er immer den perfekten Weg über die Stromschnelle in Ziegelbrücke fand. Oder an der Voga Longa in Venedig, wo seine Italienischen Wurzeln ihn zum profunden Kenner und Fremdenführer der Lagunenstadt machten. Spannend konnte er von den Arbeiten seines Grossvaters an den Docks des Arsenale in Venedig erzählen. Ueberhaupt wusste er zu vielen Gegebenheiten immer wieder interessante Geschichten zu erzählen und seine Zuhörer zu fesseln. Und auch wenn seine Kräfte in den letzten Jahren etwas nachliessen, war er ein sehr gern gesehener Ruderkamerad, der bis im letzten Jahr noch regelmässig dem Rudern frönte.

Als Chef und Inhaber der Bauunternehmung Gianesi & Co. schätzten wir ihn auch sehr. Früher als bewusster oder unbewusster Lieferant vieler Baumaterialien zum Unterhalt vor allem des alten Bootshauses, oder als Sponsor von Transportfahrzeugen und –Einrichtungen. Auch hatte er immer wieder ein offenes Ohr, wenn der Ruderclub finanzielle Unterstützung benötigte. Und als Bauingenieur leistete er einen erheblichen Anteil am Erstehen des Bootshauses mit seinem im 2001 realisierten Anbau. So sind wir vom Ruderclub Erlenbach Mario zu sehr grossem Dank verpflichtet, und werden ihn stets in guter Erinnerung behalten. Seiner Frau Marlis, der Tochter Donata und seinen Söhnen Claudio und Sandro entbieten wir unser aufrichtiges Beileid.

Andreas Matthaei, Ehrenpräsident RCE